Der letzte osmanische Sultan in San Remo

Der letzte osmanische Sultan in San Remo

May 30, 2012

Die Stadt San Remo, weltweit als eine Stadt am Meer und als beliebter Ferienort bekannt, ist berühmt für seine schönen Blumen, sein Casino und seine Musik bekannt. Aber San Remo hat auch eine intensivere Seite zu bieten, die vielen unbekannt ist.

Die Stadt der Blumen hat viele Seiten der Geschichte geschrieben, eine davon handelt vom letzten osnamnischen Sultan  – Maometto VI, der einst in der Villa Magnolie (heute Sitz der städtischen High School), lebte.
Maometto VI und sein Begleiter kamen am  20. Mai 1923 per Zug an der westlichen Riviera an. Er floh 1922 an Bord eines britischen Schiffes aus Istanbul und landete auf der Insel Malta, seinem gewünschten Exil. Von hier aus entschied er sich ein Jahr später an die Blumenriviera zu reisen.

Der letzte Sultan der Türkei wurde von General Mustafa Kemal gestürzt und starb nur drei Jahre nach seinem Exil an der Riviera.
San Remo hat sich in diesen Jahren perfekt als Exil geeignet, da das Prestige und die internationale Reputation dieses Ortes alle vier Ecken der Welt erreichte. San Remo war so etwas wie ein kleines Istanbul mit Blick aufs Meer, reich und frequentiert von den großen Persönlichkeiten der internationalen Szene, das Herz der italienischen Belle Epoque.
Ursprünglich lebte er in der Villa des schwedischen Wissenschaftlers Alfred Nobel, bis er an der nur ein paar hundert Meter entfernten Villa Magnolie Gefallen fand.
Die drei Jahre (1923 bis 1926), die der Sultan-Kalif in San Remo verbracht, waren für die Sowjets sehr ereignisreich. Es gab viele Treffen, auf denen politischen Ideen diskutiert wurden, unter anderem mit islamischen Gesandten und Benito Mussolini, der zu dieser Zeit an der italienischen Machtspitze war.   Außerdem traf er sich in den Hallen des städtischen Kasinos mit dem italienischen König Vittorio Emanuele III.
Villa le Magnolie a Sanremo

Sein Hof bestand aus vielen Frauen, Spione, Eunuchen und Persönlichkeiten mit einer fragwürdigen Moral … Die Welt rund um die Sultun war prunkvoll und seine Schätze füllten oft die Kassen ders nahegelegenen Kasions.
Die Villa, in der er lebte, wurde 1870 erbaut und nach ihrem Bauherrn Marquis Dufour benannt. Die Villa beherbergte einst auch die Herzöge  Aosta  und Amedeo von Savoyen und die Zarin Maria Alexandrowna, die einst einen Winter hier verbracht und nach der die Promenade Corso Imperatrice (Kurs der Kaiserin)benannt wurde.
Anfang des 20. Jahrhunderts erhielt die Villa ihren heutigen Namen – Villa Magnolie.

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